Prof. Dr. Bernhard Tschofen

Vita

1984–1986 Studium der Volkskunde und Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck
1986–1992 Studium der Empirischen Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Tübingen
1992–1995 Kuratorentätigkeit am Österreichischen Museum für Volkskunde
1995–2004 Universitätsassistent (seit 2001 -dozent) am Institut für Europäische Ethnologie (vormals Volkskunde) der Universität Wien. Mitarbeit an kulturwissenschaftlichen Ausstellungen und Forschungsprojekten
1999 Promotion an der Universität Tübingen
2001 Habilitation für Europäische Ethnologie an der Universität Wien
2001 Ernennung zum Außerordentlichen Universitätsprofessor. Lehraufenthalte an den Universitäten Basel, Berlin (HU) und Frankfurt am Main
Seit 12.2004 Professor für Empirische Kulturwissenschaft/Volkskunde mit Schwerpunkt Regionale Ethnographie am Ludwig-Uhland-Institut

Gremien

  • Member of the Board der SIEF – Société Internationale d’Ethnologie et de Folklore (seit 2008)
  • Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Wien Museum
  • Mitglied des Kuratoriums des Landesmuseums Württemberg, Stuttgart
  • Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des Vereins Ski_Kultur_Arlberg, Lech am Arlberg
  • Zweiter stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, DGV (2001-2005, 1999-2001 Mitglied des Hauptausschusses)
  • Vizepräsident des Vereins für Volkskunde in Wien (2004-2006, Mitglied des Hauptausschusses 1996-2006)

Publikationen

Monografien

  • Österreichisches Museum für Volkskunde. Schausammlung zur historischen Volkskultur. Begleitbuch zur neuen Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde. Wien 1994 (zusammen mit Klaus Beitl, Franz Grieshofer und Margot Schindler).
  • Sach-Geschichten. Aus den Sammlungen des Österreichischen Museums für Volkskunde. Das jüngste Vier­teljahrhundert 1969 1994 (= Kataloge des Österreichischen Museums für Volks­kunde 62). Wien 1994 (zusammen mit Nora Czapka, Franz Grieshofer, Margot Schindler und Marion Stadlober-Degwerth).
  • Schönes Österreich. Heimatschutz zwischen Ästhetik und Ideologie (= Kataloge des Österreichischen Museums für Volks­kunde 65). Wien 1995 (zusammen mit Reinhard Johler und Herbert Nikitsch).
  • Post vom Schönen Österreich. Eine ethnographische Recherche zur Gegenwart (= documenta ethnographica 1). Wien 1996 (zusammen mit Reinhard Johler und Herbert Nikitsch).
  • Austrian Museum of Folk Life and Folk Art. Österreichisches Museum für Volkskunde. Display Collection of Historical Popular Culture. Vienna 1998 (zusammen mit Klaus Beitl, Franz Grieshofer und Margot Schindler; zuerst dt. 1994).
  • Berg Kultur Moderne. Volkskundliches aus den Alpen. Wien 1999 (= zugl. Tübingen Univ.-Diss. 1999).

Sammelbände/Herausgeberschaften

  • Regina Lampert: Die Schwabengängerin. Erinnerungen einer jungen Magd aus Vorarlberg 1864–1874 (= Das volkskundliche Taschenbuch 9). Zürich 1996 (mehrere Auflagen, zuletzt Zürich 2000).
  • Volkskunst. Referate der Österreichischen Volkskundetagung Wien 1995 (= Buchreihe der Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde 14). Wien 1997 (zusammen mit Herbert Nikitsch).
  • Ethnische Symbole und ästhetische Praxis in Europa (= Veröffentlichungen des Instituts für Volkskunde der Universität Wien 17). Wien 1999 (zusammen mit Reinhard Johler und Herbert Nikitsch).
  • Gottfried Korff: Museumsdinge. deponieren exponieren. Wien, Köln, Weimar 2002, 2. Aufl. 2007 (zusammen mit Martina Eberspächer und Gudrun M. König).
  • Europäische Ethnologie. Themenheft der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 15, 2004, 4 (zusammen mit Reinhard Johler).
  • Empirische Kulturwissenschaft. Eine Tübinger Enzyklopädie (= Untersuchungen des Ludwig-Uhland-Institus der Universität Tübingen 100). Tübingen 2008 (zusammen mit Reinhard Johler).
  • Dialekt und regionale Kulturforschung. Traditionen und Perspektiven einer Alltagssprachforschung in Südwestdeutschland (= Tübinger Kulturwissenschaftliche Gespräche 5). Tübingen 2009 (zusammen mit Lioba Keller-Drescher).
  • GrenzRaumSee. Eine ethnographische Reise durch die Bodenseeregion. Tübingen 2008.
  • Wortschatz. Vom Sammeln und Finden der Wörter. Ausstellungskatalog Stadtmuseum Tübingen 2008 (zusammen mit Anke te Heesen und Karlheinz Wiegmann).

Aufsätze (Auswahl 2004–2009)

  • “… besser als Disney-Lands!” Reflexionen zur Ausstellung “Alt-Wien. Die Stadt, die niemals war”. In: Mythos Alt-Wien. Spannungsfelder urbaner Identitäten (= Gedächtnis – Erinnerung – Identität 9). Hg. von Monika Sommer und Heidemarie Uhl. Innsbruck, Wien 2009, S. 11–26.
  • Dialekt und regionale Kulturfoschung. Koordinaten für eine reflexive Beschäftigung mit einem alten Thema. In: Dialekt und regionale Kulturforschung. Traditionen und Perspektiven einer Alltagssprachforschung in Südwestdeutschland (= Tübinger Kulturwissenschaftliche Gespräche 5). Tübingen 2009, S. 19–36.
  • Schnee-Kulturen. Vorüberlegungen zu einer Anthropologie des Schnees in populären Bildwelten. In: Schnee. Rohstoff der Kunst. Katalog des Vorarlberger Landesmuseums. Hg. von Tobias G. Natter. Bregenz, Ostfildern 2009, S. 30–42.
  • Traditionen und Perspektiven. Zur Neuvermessung eines alten Feldes. In: Dialekt und regionale Kulturforschung. Traditionen und Perspektiven einer Alltagssprachforschung in Südwestdeutschland (= Tübinger Kulturwissenschaftliche Gespräche 5). Tübingen 2009, S. 9–18.
  • Grenzraum Bodenseeregion. Ethnographische Inspektionen in divergierenden Feldern. In: GrenzRaumSee. Eine ethnographische Reise durch die Bodenseeregion. Tübingen 2008, S. 9–28.
  • Kulinaristik und Regionalkultur. Kulturwissenschaftliches zur regionalen Küche in Theorie und Praxis. In: Kulinaristik. Forschung Lehre Praxis (= Wissenschaftsforum Kulinaristik 1). Hg. von Alois Wierlacher und Regina Bendix. Münster 2008, S. 63–78.
  • On the Taste of the Regions: Culinary Praxis, European Politics and Spatial Culture – A Research Outline. In: Anthropological Journal of European Cultures 17, 2008, 1, S. 24–53.
  • Wörter und Sachen – und Bilder. Max Lohss und die volkskundliche Wortforschung in Württemberg. In: Wortschatz. Vom Sammeln und Finden der Wörter. Tübingen 2008, S. 117–125.
  • Einleitung: Wortschatz. Vom Sammeln und Finden der Wörter. In: Wortschatz. Vom Sammeln und Finden der Wörter. Tübingen 2008, S. 9–19 (zusammen mit Anke te Heesen und Karlheinz Wiegmann).
  • Von alten Hüten und modernen Liebschaften. Notizen zur historischen Trachtenbegeisterung. In: Schappele, Chränsle & Co. 96 traditionelle Kopfbedeckungen der Sammlung Kinz. Ausstellungskatalog Vorarlberger Landesmuseum. Hg. von Tobias G. Natter. Bregenz 2008, S. 8–27 (mit 9 Bildseiten).
  • Antreten, ablehnen, verwalten? Was der Heritage-Boom den Kulturwissenschaften aufträgt. In: Prädikat Heritage. Wertschöpfungen aus kulturellen Ressourcen (= Studien zur Kulturanthropologie/Euro­päische Ethnologie 1). Hg. von Dorothee Hemme, Markus Tauschek und Regina Bendix. Münster u.a. 2007, S. 19–32.
  • Häutungen eines Kultur-Fossils? Das Heimatmuseum in seinem zweiten Jahrhundert. In: Heimat Montafon. Eine Annäherung (= Montafoner Schriftenreihe, Sonderband 4). Hg. von Andreas Rudigier. Schruns 2007, S. 225–245.
  • Vom Geschmack der Regionen. Kulinarische Praxis, europäische Politik und räumliche Kultur. Eine Forschungsskizze. In: Zeitschrift für Volkskunde 103, 2007, S. 169–196.
  • Vom Alltag. Schicksale des Selbstverständlichen in der Europäischen Ethnologie. In: Alltagskulturen. Forschungen und Dokumentationen zu österreichischen Alltagen (= Buchreihe der Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde 19). Hg. von Olaf Bockhorn, Margot Schindler und Christian Stadelmann. Wien 2006, S. 91–102.
  • Flexible Grenzziehungen: Praxis und Erfahrung kulturräumlicher Kohärenz und Differenz am Beispiel grenzüberschreitender Wohlstandregionen. In: Grenzen & Differenzen. Zur Macht sozialer Grenzziehungen. 35. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, Dresden 2005. Hg. von Thomas Hengartner und Johannes Moser. Leipzig 2006, S. 403–415.
  • Arbeit am Korpus. Vom Ort der Europäischen Ethnologie. In: Ort. Arbeit. Körper. Ethnografie Europäischer Modernen. 34. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, Berlin 2003. Hg. von Beate Binder, Silke Göttsch, Wolfgang Kaschuba und Konrad Vanja. Münster u.a. 2005, S. 97–113.
  • Deponate und Deposite. Die Villa Freiland als unfreiwilliges Museum alltäglicher Dingwelten. In: an/sammlung an/denken. Ein Haus und seine Dinge im Dialog mit zeitgenössischer Kunst (= Kataloge des Österreichischen Museums für Volkskunde 86; zugl. Edition Fotohof 29). Hg. von Cornelia Meran. Salzburg, Wien 2005, S. 27–33.
  • Ethnographische Alpenforschung als public science. Das Elementare als Erlebnisofferte. In: Eugenie Goldstern und ihre Stellung in der Ethnographie (= Buchreihe der Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde 18). Wien 2005, S. 213–229.
  • Alpensehen. Landschaftskonstruktion und Wahrnehmungsparadigma. In: Landschaft vor Augen. Neutralisierung eines romantischen Gebildes. Hg. von Anita Aigner. Wien 2004, S. 107–141.
  • Prädikat: alpin. Tourismus und Architektur im Kontext einer Alltagskultur der Moderne. In: GAM. Graz Architecture Magazine 01 (= Tourism and Landscape). Graz, Wien 2004, S. 144–159.
  • Tourismus als Modernisierungsagentur und Identitätsres­source. Das Fallbeispiel des Skilaufs in den österreichischen Alpen. In: Histoire des Alpes Storia delle Alpi. Geschichte der Alpen 9, 2004 (= Themenheft: Tourisme et changement culturels Tourismus und kultureller Wandel), S. 265–282.
  • Wie hausgemacht…. Die Dialektik industrialisierter Nahrungsgewohnheiten und das Wissen der Europäischen Ethnologien. In: Changing Tastes. Food Culture and the Processes of Industrialization. Proceedings of the 14th Conference of the International Commission for Ethnological Food Research, Switzerland 2002. Hg. von Patricia Lysaght und Christine Burckhardt-Seebass. Basel 2004, S. 135–152.
  • Ein Wintermärchen? Die Erfindung einer österreichischen Moderne im Geiste des Skilaufs. In: Schnee von gestern. Winterplakate der österreichischen Nationalbibliothek. Hg. von Christian Maryka. Wien 2004, S. 63–71.